Wegen eisiger Kälte: Nichtgefundene Ostereier schlagen Wurzeln

Benzingen (brez) - Ein sehr seltenes Naturphänomen ist über Nacht im schwäbischen Benzingen (einem Ortsteil des etwas kälteren Winterlingen) aufgetreten. Durch die eisige Kälte des plötzlichen Oster-Wintereinbruchs haben in der Nacht von Ostersonntag auf Ostermontag nichtgefundene Ostereier sog. Blitzwurzeln geschlagen und sind in nur wenigen Stunden bis zu 50 cm in die Höhe gewachsen. Botaniker der Uni-Tübingen waren heute Morgen bereits vor Ort und haben dieses Phänomen bewundert und untersucht. "So etwas passiert nur äußerst selten - in Deutschland sowieso. Uns ist bisher nur ein Fall aus dem Jahr 1673 bekannt", schwärmt Prof. Dr. Tulpino unserer Zeitung gegenüber. 
"Damit Ostereier überhaupt Wurzeln schlagen können, müssen mehrere seltene Faktoren gleichzeitig zusammentreffen. Kaltes Wetter an Ostern reicht da nicht aus. Die Eier müssen von einer bestimmten Hühnerrasse aus Südost-Sibirien stammen, sie müssen biologisch gefüttert worden sein, Auslauf haben usw. und so fort", erklärt der Tübinger Wissenschaftler. Ob das verschlafenen Benzingen auf der Schwäbischen-Alb nun ein Mekka für Eier- und Blumenliebhaber wird, sollte sich in den nächsten Tagen zeigen.